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Ratgeber

Wechseljahre der Frau

Wechseljahresbeschwerden betreffen viele Frauen. Die Wechseljahre – das Klimakterium – machen heute einen bedeutenden Lebensabschnitt der Frau aus. Die Wechseljahre beginnen mit Zyklusunregelmäßigkeiten und gehen meist über die Menopause (Zeitpunkt des Ausbleibens der letzten Menstruationsblutung) hinaus. Anschließend folgen die Jahre der Postmenopause, die in unserer heutigen Zeit bei hoher Lebenserwartung einer Frau fast ein Drittel des gesamten Lebens ausmacht.

Durch fehlende Hormonproduktion in den Eierstöcken treten während der Wechseljahre störende Beschwerden auf. Dazu gehören unter anderem:

· Hitzewallungen
· Schweißausbrüche
· Herzklopfen
· Nervosität
· Unruhe
· Konzentrationsschwäche
· Reizbarkeit
· Angst
· Abgeschlagenheit
· Schlafstörungen

Bei jeder Frau treten diese Beschwerden innerhalb der Wechseljahre in unterschiedlicher Ausprägung auf. Die verminderte Hormonproduktion bringt zudem das Risiko der Entstehung der Osteoporose mit sich. Die Wechseljahresbeschwerden können weiterhin als vaginale Trockenheit, Blasen- und Harnwegsbeschwerden, Haut- und Haarveränderungen, Verminderung des sexuellen Verlangens, Gelenk- und Muskelschmerzen auftreten. Zur Verminderung der Wechseljahresbeschwerden können auch Sie selbst beitragen und sich vor späteren gesundheitlichen Schäden schützen: Körperliche Bewegung und richtige Ernährung können die ersten Schritte dazu sein.

Alternativ gibt es auch pflanzliche Arzneimittel, die sich hervorragend für eine mögliche Therapievariante eignen. Dazu gehört etwa die Cimicifuga racemos, auch als Traubensilberkerze bekannt. Ein bereits aus dem Mittelalter bekanntes Mittel; auch im Volksmund „Frauenwurzel“ genannt. Diese Substanz ist hormonfrei wirksam, gut verträglich und hilft die Wechseljahresbeschwerden zu lindern. Phytoöstrogene sind Pflanzenextrakte, die geringe Mengen oestrogenwirksamer Substanzen enthalten, denen eine Besserung der Wechseljahresbeschwerden zugeschrieben werden. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit bei Wechesljahresbeschwerden ist die Gabe von Hormonersatzpräparaten.

Diese Arzneimittel enthalten meist ein Östrogen und ein Gestagen. Die Hormonersatztherapie gleicht die Störungen im Hormonhaushalt aus und lindert so die aufgetretenen Wechseljahresbeschwerden. Die Auswahl eines geeigneten Hormonpräparates wird in einem persönlichen ärztlichen Gespräch von Dr. Hampel getroffen und individuell angepasst. Achten sie auf körperliche Veränderungen und sprechen Sie Veränderungen Ihres Zustandes bei Ihrem Frauenarzt an.

Notieren Sie unregelmäßige Menstruationsblutungen in einem Regelkalender. Tasten Sie regelmäßig Ihre Brust auf mögliche knötchenartige Verhärtungen ab. Gehen Sie regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrem Frauenarzt, auch nach Ausbleiben der Regelblutung bis ins höhere Alter! Veränderungen im Intimbereich und am inneren Genitale kann der Gynäkologe bei regelmäßiger Vorsorgeuntersuchung rechtzeitig erkennen.

 


 

Darmkrebs: Stuhlteste helfen bei der Früherkennung

Ziemlich heimtückisch – Darmkrebs verursacht über viele Jahre keinerlei Beschwerden. Die Darmspiegelung und ein Test auf Blut im Stuhl können dazu beitragen, die Krankheit früh zu erkennen

Männer und Frauen ab 50 Jahren regelmäßig zur Darmkrebs-Früherkennung

Darmspiegelung – die sicherste Methode zur Früherkennung
Die sicherste Methode ist eine Darmspiegelung (Koloskopie), bei der bösartige Veränderungen oder auch gutartige Polypen (Adenome = Geschwulste an der Darmwand), die eine Vorstufe von Darmkrebs sein können, entdeckt und sofort entfernt werden können. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine präventive Darmspiegelung bei Männern und Frauen ab dem 55. Geburtstag. Eine weitere Koloskopie nach zehn Jahren wird ebenfalls bezahlt. Die Deutsche Krebshilfe berichtet, dass von 1000 im Rahmen einer Krebs-Früherkennung durchgeführten Darmspiegelungen 250 auffällig sind. Davon werde bei acht Personen tatsächlich Darmkrebs gefunden, die übrigen haben ein oder mehrere Polypen, aus denen sich Darmkrebs entwickeln könnte.

Test auf Blut im Stuhl als Alternative zur Darmspiegelung
Vielen Menschen ist die Vorstellung einer – in den meisten Fällen schmerzlosen – Darmspiegelung jedoch so unangenehm, dass diese Früherkennungs-Maßnahme noch zu selten genutzt wird. Die Angst vor der Darmspiegelung sollte auf keinen Fall dazu führen, gar nichts zu tun: Alternativ können Personen ab dem Alter von 55 Jahren nämlich auch alle zwei Jahre auf Kosten der gesetzlichen Krankenkasse einen Test auf Blut im Stuhl machen. Es handelt sich dabei um denselben Test, der Personen ab 50 Jahren einmal jährlich angeboten wird, bis sie 55 sind.
„Ein Stuhltest ist in der Lage, Blutungen aus Darmkrebs oder seinen Vorstufen zu entdecken“ Darmkrebs blutet oft leicht. Jedoch ist das Blut im Stuhl mit bloßem Auge meist nicht sichtbar. Ein Okkultbluttest (okkult: lateinisch für verborgen) kann dieses Blut nachweisen. „Allerdings blutet ein Darmkrebs nicht immer, Vorstufen bluten oft überhaupt nicht“

Der immunologische Stuhlbluttest
„Die immunologischen Stuhltests entdecken Darmkrebs und seine Vorstufen häufiger als der chemische Test“, hebt Krebsforscher Brenner hervor. „Fast alle Krebsfälle und ein großer Teil der Darmkrebs-Vorstufen können so erkannt werden.“ Nachteil: Auch immunologische Stuhltests liefern manchmal falsch-positive Ergebnisse.

Was zahlt die Krankenkasse?
Für Patienten zwischen 50 und 55 Jahren bezahlt die Krankenkasse einmal jährlich die Kosten für einen chemischen Stuhlbluttest beim Arzt. Ab dem 56. Lebensjahr wird alternativ zur Darmspiegelung alle zwei Jahre ein chemischer Stuhltest übernommen. Obwohl für die immunologischen Stuhltests eine deutlich höhere Empfindlichkeit nachgewiesen wurde, zählen die Kosten von rund 15 Euro (noch) nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

Was tun bei positivem Test-Ergebnis?
Bitte keine Panik! Bei chemischen wie immunologischen Stuhlbluttests können Blutspuren im Stuhl auch auf Hämorriden (Hämorrhoiden) oder harmlose Verletzungen der Afterschleimhaut zurückzuführen sein. Gehen Sie bitte trotzdem auf jeden Fall zum Arzt!

Wie sicher kann ich mir bei einem negativen Testergebnis sein?
Auch bei einem negativen Testergebnis sollten Sie weiterhin einmal jährlich einen Stuhlbluttest durchführen. Darmkrebsvorstufen bluten nicht immer, so dass Sie eventuelle Veränderungen regelmäßig überprüfen sollten. Noch eine Nummer sicherer geht, wer sich im entsprechenden Alter einen Termin für eine Darmspiegelung beim Facharzt geben lässt.

Gehören Sie zu einer Risikogruppe?
Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, nimmt mit steigendem Alter zu. Die Veranlagung kann aber auch vererbt werden – etwa ein Viertel der Fälle treten erblich gehäuft auf. Wenn es in Ihrer Familie bereits Fälle von Darmkrebs, Darmpolypen oder anderen Krebsarten gibt, könnte auch Ihr persönliches Darmkrebsrisiko erhöht sein. Eine erbliche Belastung bedeutet aber nicht, dass Sie zwangsläufig erkranken. Die Deutsche Krebshilfe hat drei Kernfragen formuliert, anhand derer Sie Ihr Risiko einschätzen können.
1. Ist in Ihrer Familie bei einem oder mehreren Verwandten Darm- oder Gebärmutterkrebs aufgetreten?
2. Ist die Erkrankung vor dem 50. Lebensjahr aufgetreten?
3. Sind in Ihrer Familie bei einem oder mehreren Verwandten vor dem 40. Lebensjahr ein oder mehrere Darmpolypen aufgetreten?
Wenn Sie mindestens eine der Fragen mit „ja“ beantworten, sollten Sie die Vorsorgemaßnamen wie Stuhltests oder eine Darmspiegelung bereits vor dem 50. Lebensjahr beginnen. Fragen Sie dazu Ihren Hausarzt oder wenden Sie sich an eines der sechs Zentren für „Erblichen Darmkrebs“ der Deutschen Krebshilfe in Bochum, Bonn, Dresden, Düsseldorf, Heidelberg und München/Regensburg.

 


 

Knochendichtemessung (Osteodensitometrie)

Was ist eine Knochendichtemessung?
Diese Untersuchung misst den Mineralsalzgehalt des Knochens. Von der Knochendichte hängt ab, wie bruchfest ein Knochen ist. Der Begriff Osteo-Densitometrie leitet sich teils aus dem Griechischen, teils aus dem Lateinischen ab. Die griechischen Wortteile „osteo“ und „metrie“ können mit Knochen und Messung übersetzt werden. „Densus“ ist der lateinische Wortteil und bedeutet dicht.
Wozu dient sie?

Die Knochendichtemessung wird vor allem bei Verdacht auf Osteoporose (Knochenschwund) durchgeführt. Bei Osteoporose verliert der Knochen an Masse und Stabilität.

Besonders in folgenden Fällen kann eine Knochendichtemessung sinnvoll sein:

  • Bei deutlichen Osteoporose-Beschwerden, wie Knochenschmerzen, Rundrücken, gehäuften Knochenbrüchen;
  • Bei deutlichen Beschwerden von Männern mit erhöhtem Osteoporose-Risiko: Ein solches besteht z.B. bei Alkohol– und / oder Nikotinmissbrauch, gehäufter Osteoporose in der Familie, Diabetikern oder Mangelernährung;
  • Bei Frauen nach den Wechseljahren mit erhöhtem Osteoporose-Risiko;
  • Zur Verlaufskontrolle der Osteoporose und/oder zur Therapiekontrolle;
  • Bei Verdacht auf Osteomalazie: Dabei handelt es sich um eine Verminderung der Knochendichte aufgrund eines mangelhaften Einbaus von Mineralstoffen in die Knochen.
  • Bei Knochenbrüchen ohne adäquates Trauma.

Derzeit wird die Knochendichtemessung von den gesetzlichen Krankenkassen erst dann vergütet, wenn mindestens ein osteoporotisch bedingter Knochenbruch vorliegt.

Wie funktioniert die Messung?
Es gibt mehrere Verfahren, um die Knochendichte zu bestimmen. Das Standardverfahren beruht auf der Abschwächung des Röntgenstrahls durch den Knochen. Dabei werden zwei schwache Röntgenstrahlen durch die Knochen am Oberschenkel oder an der Lendenwirbelsäule geschickt. Je nach Knochendichte wird die Intensität der Röntgenstrahlen stärker oder geringer abgeschwächt und diese Abschwächung ist messbar. Ausschlaggebend ist der sogenannte T-Wert. Er gibt an, ob und wie weit der Messwert von der mittleren Knochendichte eines gesunden 30-Jährigen abweicht. Je niedriger der T-Wert, desto größer ist das Knochenbruch-Risiko.

Die Knochendichtemessung kann außerdem per Computertomografie oder Ultraschall gemessen werden. Beide Verfahren werden jedoch nicht als Standarduntersuchung empfohlen.

Zweispektren-Röntgenabsorptiometrie (DXA/DEXA)
Die Zweispektren-Röntgenabsorptiometrie (DXA/DEXA) ist das empfohlene Standardverfahren zur Knochendichtemessung. Dabei wird das Hüftgelenk und die Lendenwirbelsäule geröntgt. Die Untersuchung macht bei geringer Strahlenbelastung schon kleine Veränderungen der Knochendichte sichtbar.

Quantitative Computertomografie (QCT)
Die Quantitative Computertomografie (QCT) basiert ebenfalls auf der Röntgentechnik. Mit diesem Verfahren können Schichtaufnahmen der Knochen (z.B. der Wirbelkörper) angefertigt werden. Die Methode erfasst die kleinen Knochenbälkchen im inneren des Skeletts besonders gut. Allerdings ist die Strahlenbelastung wesentlich höher als bei der DXA.

Quantitative Ultraschallverfahren
Dabei misst der Arzt an den Knochen, wie stark Ultraschall-Wellen vom Gewebe abgeschwächt werden. Die Messund kommt ganz ohne Strahlenbelastung aus. Der Stellenwert der Ultraschall-Untersuchung in der Osteoporose-Diagnostik ist als Screening / Sortierung und Früherkennung lt WHO zugelassen.


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